Nachfrage der größten Industrie- und Schwellenländer nach Werkzeugmaschinen wird sich bis 2015 verdoppeln

Die weltweite Werkzeugmaschinenindustrie boomt. Vor allem dank der starken Nachfrage aus den Schwellenländern wird das Marktvolumen in Westeuropa, USA und den BRIC-Staaten im Jahr 2015 voraussichtlich ca. 68 Milliarden Euro erreichen und sich damit gegenüber 2010 mehr als verdoppeln. Dies geht aus einer gemeinsamen Studie des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor, die anlässlich der Eröffnungspressekonferenz zur EMO Hannover 2011 vorgestellt wurde. Über die Hälfte des prognostizierten Wachstums dürfte auf den chinesischen Markt entfallen. Gleichzeitig werden in den Schwellenländern immer mehr Werkzeugmaschinen aus dem High-End-Bereich nachgefragt. In China beispielsweise wird das Marktvolumen dieses Segments von 3,6 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf voraussichtlich über zehn Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller. Allein im High-Tech-Segment werden die Umsatzerlöse voraussichtlich von derzeit knapp einer Milliarde Euro auf 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2015 zulegen. Im Jahr 2010 erzielte die deutsche Werkzeugmaschinenbranche in China insgesamt einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Damit war das Land für die Branche der zweitwichtigste Markt nach Deutschland (2,1 Milliarden Euro). „Die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller sind bereits heute Technologieführer und haben eine entsprechend gute Wettbewerbsposition. Um sie zu halten, muss die Internationalisierung jedoch weiter vorangetrieben werden. Mit dem Export von Produkten allein werden sich die Wachstumschancen in den Schwellenländern nicht optimal ausschöpfen lassen“, kommentiert Martin Kapp, Vorsitzender des VDW. Dies haben auch die im Rahmen der Studie befragten Branchenunternehmen erkannt. So hält gut ein Drittel der Befragten die Internationalisierung des Geschäfts für die wichtigste Herausforderung der kommenden Jahre. Mit deutlichem Abstand folgen die Themen Innovation und Technologie (16 Prozent), Kosten (13 Prozent) und Fachkräftemangel (11 Prozent). Diese Ergebnisse stützen sich auf Tiefeninterviews, Expertengespräche und Workshops mit 30 namhaften Werkzeugmaschinenherstellern, die vornehmlich im High-Tech-Segment aktiv sind.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.vdw.de

www.pwc.de

Quelle: Pressemitteilung des VDW vom 19.9.2011

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