Internetportal gibt Tipps zum Schutz vor Unfällen durch manipulierte Schutzeinrichtungen

Manipulierte Schutzeinrichtungen an Maschinen sind deutschlandweit jedes Jahr der Grund für etwa zehntausend zum Teil schwere und tödliche Unfälle an Maschinen. Ein neues Internetportal will diesem gefährlichen Trend begegnen. Unter www.stopp-manipulation.org hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) gemeinsam mit in- und ausländischen Partnern Tipps gegen Manipulation zusammengetragen. Sie richten sich an alle, die Einfluss darauf haben, wie Maschinen gestaltet und benutzt werden: vom Hersteller, über den Händler bis zum Betreiber.

Schon 2006 hat eine Untersuchung des IFA gezeigt: Ein Drittel aller Schutzeinrichtungen werden manipuliert. Schwere, teils tödliche Unfälle der Maschinenbediener sind die Folge. Gleichzeitig kommt es zu Produktionsausfällen, die hohe Kosten verursachen können.

„Im Endeffekt geht es dem, der Schutzeinrichtungen manipuliert, immer darum, den Arbeitsprozess zu beschleunigen“, sagt Dr. Michael Schaefer, Experte für Maschinenschutz im IFA. Der Wunsch nach schnellerem Arbeiten könne aber ganz verschiedene Ursachen haben. Sie reichen von baulichen und technischen Merkmalen der Maschine, zum Beispiel schlechte Sicht auf den zu kontrollierenden Arbeitsprozess, bis zu organisatorischen Bedingungen, wie hohem Stückzahlendruck.

Schaefer: „Um den vielfältigen Ursachen vorbeugen zu können, müssen wir alle Beteiligten ins Boot holen.“ Genau das macht die neue Internetplattform: Hier erfährt der Hersteller, wie er vorhersehbare Fehlanwendungen einer Maschine schon bei der Konstruktion berücksichtigen kann. Der Händler lernt, wie er Kunden beim Kauf optimal berät, die Maschinenbediener umfassend schult oder bei Fehlverhalten reagiert. Und der Betreiber erhält nicht nur eine Checkliste für den Maschinenkauf, sondern auch Informationen darüber, wie sich Manipulationsursachen systematisch ermitteln und beseitigen lassen.

Über Kommentarfunktionen auf allen Seiten kann der Nutzer eigene Erfahrungen einbringen. Beispiele aus der Praxis und zahlreiche Links runden das Angebot ab.

Quelle: PM der DGUV vom 5.9.2011

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www.weka.de/6627

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