Warum es manchmal nicht ohne abschreckende Sicherheits- und Warnhinweise geht

Furchteinflößende Sicherheits- und Warnhinweise will eigentlich keiner auf seinen Produkten haben. Doch manchmal geht es einfach nicht ohne. Warum ist das so?
Zu den wichtigsten Aufgaben eines Konstrukteurs oder Entwicklers gehört, für die nötige Sicherheit seiner Produkte zu sorgen. Dazu muss er die wesentlichen Anforderungen der einschlägigen CE-Vorschriften beachten und auch eine Risikobeurteilung – z.B. nach EN ISO 12100 – durchführen. Darin werden alle Gefährdungen identifiziert und mit geeigneten Schutzmaßnahmen hinreichend minimiert.

Trotzdem bleibt manchmal ein Restrisiko. Das weiß auch die EN ISO 12100 und deshalb steht dort in Abschnitt 6.1:
„Falls trotz inhärent sicherer Konstruktion und dem Einsatz technischer und ergänzender Schutzmaßnahmen Risiken verbleiben, muss die Benutzerinformation auf jegliche Restrisiken hinweisen. Die Benutzerinformation muss Folgendes enthalten, darf sich jedoch nicht darauf beschränken:
… ausreichend Angaben, einschließlich Warnhinweis hinsichtlich Restrisiken in den verschiedenen Lebensphasen der Maschine, …“

Warnhinweise sind im dreistufigen, iterativen Verfahren zur Risikominderung fest eingeplant

Der Abschnitt der EN ISO 12100 besagt also für die Praxis: Immer dann, wenn ein Risiko weder konstruktiv noch mit anderen Schutzmaßnahmen ausreichend beseitigt werden konnte, müssen Sie Warnhinweise im sog. dreistufigen, iterativen Verfahren zur Risikominderung erstellen, um damit die Benutzer zu informieren.
Aber natürlich richtig! Denn für die Gestaltung und den Aufbau eines Warnhinweises gibt es Regeln, die Sie kennen sollten.

So muss ein Warnhinweis aussehen: EN ISO 12100 und SAFE-Methode

Die EN ISO 12100 sagt grundsätzlich:
„Sofern wichtige Mitteilungen erforderlich sind, wie z.B. Warnhinweise, sind Standardformulierungen in Betracht zu ziehen.“
Eine gängige Methode zum Formulieren und systematischen Gestalten von Warnhinweisen ist das SAFE-Verfahren. Die Abkürzung SAFE steht für:

  • Schwere der Gefahr (Signalwort)
  • Art und Quelle der Gefahr
  • Folgen bei Missachtung der Gefahr
  • Entkommen (Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr)

Die Schwere und Art der Gefahr sowie die Quelle der Gefahr ergeben sich aus der Risikoanalyse. Mit dem Warnhinweis wird der Anwender darüber informiert, welche Folgen drohen, wenn er die Gefahr missachtet, und darüber, welche Maßnahmen es zur Abwehr dieser Gefahr gibt (s. z.B. EN ISO 20607, Abschnitt 6.5).

Passende Signalwörter auswählen

Hier kommt auch das Signalwort ins Spiel. Signalwörter sind GEFAHR, WARNUNG und VORSICHT. Sie müssen passend zum verbleibenden Restrisiko ausgewählt werden:
GEFAHR bezeichnet eine unmittelbar drohende Gefahr. Wenn sie nicht gemieden wird, sind Tod oder schwerste Verletzungen die Folge.
WARNUNG bezeichnet eine möglicherweise drohende Gefahr. Wenn sie nicht gemieden wird, können Tod oder schwerste Verletzungen die Folge sein.
VORSICHT bezeichnet eine möglicherweise drohende Gefahr. Wenn sie nicht gemieden wird, können leichte oder geringfügige Verletzungen die Folge sein.

Hinweistext oder Piktogramm oder beides?

Damit Warnhinweise vom Benutzer schnell erfasst und damit auch beachtet werden können, werden oft Piktogramme anstelle eines Hinweistextes oder zusätzlich zum Hinweistext verwendet. Das ist auch in der EN ISO 12100 in Abschnitt 6.4.4 ausdrücklich so vorgesehen:
„Kennzeichnungen, Zeichen und schriftliche Warnhinweise müssen leicht verständlich und eindeutig auf den betreffenden Teil der Funktion der Maschine bezogen werden können. Gut verständliche Zeichen (Piktogramme) sollten bevorzugt vor schriftlichen Warnhinweisen angewendet werden.“
Wenn Sie also die Anforderungen an Warnhinweise rechts- und normkonform umsetzen wollen, müssen Sie sich entsprechende Vorlagen und Muster „basteln“.

Die Software „WEKA Manager CE“ liefert den passenden, normkonformen Warnhinweis

Mit dem „WEKA Manager CE“ nutzen Sie u.a. die praktische Warnhinweisbibliothek. Die Software fragt Schritt für Schritt alle relevanten Elemente für einen Warnhinweis nach der SAFE-Methode ab und liefert Ihnen am Ende einen normkonformen Warnhinweis – inklusive passendem Piktogramm aus dem großen Symbolekatalog. Und das Beste: Den fertigen Warnhinweis können Sie direkt in die Warnhinweisbibliothek übernehmen und beim nächsten Mal sofort wiederverwenden.

So gehen Sie dabei vor:

1. Restrisken im Rahmen der Risikobeurteilung ermitteln

Hier geben Sie an, welche Risiken trotz inhärent sicherer Konstruktion und des Einsatzes technischer und ergänzender Schutzmaßnahmen verbleiben, und beschreiben diese. Der „WEKA Manager CE“ stützt sich bei der Beschreibung der Schutzmaßnahmen auf das dreistufige, iterative Verfahren aus der EN ISO 12100.

Für den Warnhinweis werden die Restrisiken mit der Software WEKA Manager CE ermittelt.

Für den Warnhinweis werden die Restrisiken mit der Software WEKA Manager CE ermittelt.

2. Passenden Warnhinweis anlegen – im Reiter Warnhinweis

Zunächst wählen Sie aus, welches Grundlayout Sie verwenden wollen. Beim Signalwort können Sie neben der passenden Kategorie z.B. auch auswählen, ob Sie es mit oder ohne Gefahrenzeichen und farbig oder schwarz-weiß in den Warnhinweis integrieren wollen.

Warnhinweis mit der Software WEKA Manager CE gestalten.

Unter dem Reiter Warnhinweis nehmen Sie die Gestaltung vor.

3. Passendes Piktogramm auswählen

Im Symbolekatalog finden Sie über 600 Piktogramme aus verschiedenen aktuellen Normen. Filter- und Suchfunktionen helfen Ihnen, das passende Symbol schnell zu finden. Selbstverständlich können Sie bei Bedarf auch eigene Symbole einbinden.

Die Symbolebibliothek der Software WEKA Manager CE enthält über 600 Piktogramme aus aktuellen Normen.

Die Symbolebibliothek enthält über 600 Piktogramme aus aktuellen Normen.

 

Tipp: Der Warnhinweis wird natürlich auch automatisch in die Betriebsanleitung übernommen!

4. Fertigen Warnhinweis in die Warnhinweisbibliothek aufnehmen

Einen fertigen Hinweis können Sie ganz einfach per Mausklick in die Warnhinweisbibliothek aufnehmen. Dort steht er Ihnen für künftige Projekte zur Verfügung und Sie können ihn ganz schnell einem ähnlichen Restrisiko zuordnen.

Fertigen Warnhinweis in die Warnhinweisbibliothek der Software WEKA Manager CE aufnehmen.

Fertigen Warnhinweis in die Warnhinweisbibliothek der Software WEKA Manager CE aufnehmen.

Lassen Sie sich von der Software unterstützen

So schnell und einfach können Sie bei „Warnhinweisen“  auf Nummer sicher gehen und rechtskonform handeln. Holen Sie sich jetzt die bewährte Software und nutzen Sie zahlreiche leistungsstarke Funktionen.

 

Profitieren Sie zusätzlich von diesen Angeboten rund um den „WEKA Manager CE“:

 

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