Milliardenschäden durch Produktpiraterie zwingen zu Maßnahmen

Unsichtbare Kennzeichnung in Oberflächen als mögliche Lösung

Logos und Strichcodes per Laserstrukturierung in einer transparenten fluoreszierenden Schicht können helfen, um Originalartikel von Plagiaten zu unterscheiden. Das Verfahren ist bei niedrigen Taktzeiten auf nahezu allen Materialien möglich.

Zahllose Unternehmen erleiden jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe durch Produktpiraten. Betroffen sind neben Gebrauchsgütern längst auch Industriegüter. Dabei erreichen die virtuosen Plagiate inzwischen ein täuschend ähnliches Aussehen zum Original. Doch durch die mindere Qualität der imitierten Produkte entstehen Markenanbietern neben Umsatzverlusten auch erhebliche Imageschäden.

Eine praktikable Lösung zum Schutz der Originalprodukte bieten Verfahren, die eine spezielle Kenn-zeichnung ermöglichen. Für solche Markierungen hat sich in den letzten Jahren auch die Ausnutzung von Lumineszenz-Eigenschaften als zuverlässige Methode erwiesen.

Diese Markierungen sind durch flächige oder lokale Beschichtungen mittels Atmosphärendruckplasma möglich. Diese weniger als 1 mµ dicken Beschichtungen eignen sich für sehr viele Materialien, so auch Glas, Kunststoff, Metalle, Holz, Stein, Pappe/Papier. In die Beschichtungen werden Fluoreszenz-farbstoff-Nanopartikel integriert. Die Echtheit der Produkte lässt sich durch Bestrahlung mit UV-Licht sichtbar machen. Das Besondere dieser Methode ist, dass die Fluoreszenz lokal aufgehoben wird. So lassen sich auch Barcodes oder Firmenlogos in die Schicht einarbeiten.

Diese Kombination einer innovativen Beschichtungsmethode mit neu synthetisierten Fluoreszenzfarb-stoff-Nanopartikeln und der anschließenden Laserstrukturierung bietet die Möglichkeit der weiteren Optimierung bestehender Schutztechnologien. Dabei kann das Verfahren auch in Produktionsstrecken integriert werden und ist selbst für die Bearbeitung von Massenware mit kurzen Taktzeiten geeignet.

Neben dem Plagiatschutz sind zahlreiche weitere Anwendungen der neuen Technologie möglich, wie z.B. die Markierung und Unterscheidung von Zwischenprodukten im Produktionsprozess oder der Nachweis von transparenten Beschichtungen auf transparenten Werkstoffen an für Messgeräte schwer zugänglichen Stellen.

Weitere Information:
www.innovent-jena.de

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